Stachelmonster Burmeisterella
Burmeisterella im Ausgangszustand: es wurde vom Besitzer bereits
vorpräpariert, einige Stacheln dabei leider
zerstört bzw. beschädigt
Ausgangszustand: es wurde vom
Besitzer bereits vorpräpariert,
einige Stacheln dabei leider
zerstört bzw. beschädigt
Während der Präparation
Während der Präparation
Nach und nach werden die Stacheln entnommen und gesichert/restauriert
Nach und nach werden die
Stacheln entnommen und
gesichert/restauriert
Der Kopfschild wurde in typischer Salter´scher
Einbettung gefunden
Der Kopfschild wurde in typischer
Salter´scher Einbettung gefunden
Das fertige Resultat
Das fertige Resultat
Bei diesem Fossil handelt es sich um eine Burmeisterella delattrei aus dem Unterdevon der Westeifel. Nach einem kurzen Präparationsversuch des Besitzers, bei dem leider die hinteren Stacheln an Pygidium und Pleuren beschädigt wurden,
bekam ich das Stück zur weiteren Präparation. Zunächst war nicht klar, ob der Kopfschild vorhanden ist. Dieser tauchte erst während
der Freilegung in Salter´scher Einbettung auf. Es handelt sich also typischerweise um eine Exuvie.
Obwohl das Gestein relativ einfach vom Steinkern trennt, ist die Präparation äußerst herausfordernd, da die Stacheln ohne massiven Einsatz von
Kleber zur Sicherung nicht freigestellt werden können. Sie zerbröseln, sobald auch nur die geringste Belastung ausgeübt wird.
Aus diesem Grund wurden die Stacheln stabilisiert und mussten zusätzlich zu 0-30% restauriert werden. Die bei der Erstpräparation beschädigten
Stacheln am Pygidium und den letzten Pleuren wurden zu 40-100% rekonstruiert. Abgesehen davon wurden lediglich kleine Risse im Gestein mit
Kleber aufgefüllt.
Dieses Präparat wurde auf der Internetplattform steinkern.de im September 2020 zum Fossil des Monats gewählt.
Fossil: Burmeisterella delattrei PILLET & WATERLOT, 1983
Formation: Unterdevon, Klerf-Schichten
Fundort: Westeifel (Germany)
Länge des Trilobiten: 12cm
Cephalonbreite: 7cm
Arbeitsaufwand: 45 Stunden
Sammlung: Ingo Kasperek